Minister Rainer will Ende August über mögliche Hilfen für Landwirte beraten
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat sich besorgt über die Folgen der extremen Trockenheit gezeigt. "Die anhaltende Trockenheit setzt viele Betriebe bereits erheblich unter Druck. Hinter verdorrten Feldern und knappen Futtervorräten stehen Familien, die um ihre Ernte, die Versorgung ihrer Tiere und die Zukunft ihrer Höfe bangen", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe). "Wie groß das Schadensausmaß tatsächlich sein wird, werden wir Ende August auf Grundlage der amtlichen Erntedaten belastbar bewerten und gemeinsam mit den Ländern die notwendigen Schritte auf den Weg bringen."
Am Mittwoch habe er im Bundeskabinett über die besorgniserregende Lage auf deutschen Äckern und Weiden berichtet, sagte Rainer weiter. "Wir müssen ressortübergreifend vorbereitet sein."
Bauernpräsident Joachim Rukwied hatte angesichts der befürchteten Ernteeinbußen Unterstützung durch die Politik gefordert. Im Sender Phoenix nannte eine Erhöhung der EU-Düngemittelbeihilfe von 60 Millionen Euro für Deutschland auf 180 Millionen Euro sowie das Vorziehen der Auszahlung von 80 Prozent der EU-Direkthilfen an die Bauern auf Oktober. "Dritte Sofortmaßnahme wäre, die Steuern auf Diesel deutlich zu senken bis mindestens Ende November. Das würde den Bauern kurzfristig helfen und Entlastung bringen."
"Politisch wichtig" sei außerdem eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage. So könne für schwierige Jahre ein finanzielles Polster geschaffen werden. Dem ZDF sagte Rukwied am Donnerstagabend, die Bauern bräuchten auch eine Ausnahme beim Mindestlohn.
X.Polak--SbgTB