Salzburger Tageblatt - Kompany wieder zu Hause, der FC Bayern im Achtelfinale

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Kompany wieder zu Hause, der FC Bayern im Achtelfinale
Kompany wieder zu Hause, der FC Bayern im Achtelfinale / Foto: Tom Weller - picture-alliance/dpa/SID

Kompany wieder zu Hause, der FC Bayern im Achtelfinale

Inspiriert vom Ballon d'Or für Harry Kane hat der FC Bayern standesgemäß das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Obwohl der frisch gekürte Weltfußballer nur auf der Bank saß, gelang dem Titelverteidiger auch durch einen Doppelpack von Michael Olise ein weitgehend souveränes 6:1 (2:1) gegen den Zweitligisten 1. FC Magdeburg - mit einigen Schlampigkeiten und dem zwischenzeitlichen Ausgleich der mutigen Gäste als Schönheitsfleck.

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Olise brachte die Münchner früh in Führung (10.), nach dem plötzlichen Ausgleich durch ein Traumtor von Mateusz Zukowski (15.) beruhigte Ismael Saibari, der für Kane die Position der zentralen Sturmspitze eingenommen hatte, umgehend die Münchner Gemüter (21.). Danach fehlte bisweilen die Zielstrebigkeit - ehe erneut Olise mit einem frechen "Panenka" (50., Foulelfmeter) die Weichen auf Sieg stellte. Der eingewechselte Alphonso Davies (70.), Nathaniel Brown (73.) und Santos Daiber (90.+3) hübschten den Sieg weiter auf.

Gute Nachrichten für die Bayern hatte es bereits vor dem Spiel gegeben: Trainer Vincent Kompany war nach seinem Zusammenbruch in Folge einer mittlerweile diagnostizierten Hirnhautreizung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das bestätigte Sportvorstand Max Eberl. "Das ist, glaube ich, die größte und die schönste Nachricht für uns alle", sagte er in der ARD.

Kane hatte vor dem Spiel einen kleinen großen Auftritt: Als er zum Aufwärmen auf den Rasen kam, bildeten seine Mitspieler ein Spalier für ihn. Eine große Ehrung für die Wahl zum Weltfußballer soll es am Samstag beim deutschen Klassiker gegen Borussia Dortmund (18.30 Uhr/Sky) geben. "Es war eine gute Nacht am Montag für Bayern München und diese positive Energie nehmen wir mit für heute Abend", hatte Kane vor dem Spiel in der ARD wissen lassen.

Die positive Energie war zunächst deutlich zu spüren. Ein herrlicher Pass von Lennart Karl auf Saibari führte zur Führung: Völlig uneigennützig legte der Marokkaner den Ball quer auf Olise, der nur noch einschieben musste. Magdeburg, das gut gegen den Ball arbeitete und jederzeit mutig und oft auch gefährlich nach vorne spielte, ließ sich jedoch nicht beirren und kam durch Zukowskis Sonntagsschuss am Mittwochabend zum Ausgleich.

Nachdem der umtriebige Saibari mit einem schönen Lupfer nach Pass von Olise zur erneuten Führung getroffen hatte, wirkten die Bayern, bei denen Joshua Kimmich erwartungsgemäß erneut nicht im Kader stand, bisweilen etwas zu lasch in ihrem Auftreten. Auch in der Defensive waren sie keineswegs unverwundbar, wenn sich Magdeburg, 1974 Gewinner des Europapokals der Pokalsieger, nach vorne wagte.

Zeugnis dafür: Ein Pfostenschuss von Baris Atik (45.+2) - und weitere gefährliche Aktionen selbst nach dem Strafstoß-Treffer von Olise in die Tormitte. Erst nach dem 4:1, das Karl auflegte, war bei den Gästen die Luft raus.

P.Wimmer--SbgTB