Selenskyjs früherer Vertrauter Jermak weist Geldwäschevorwürfe zurück
Der frühere ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak hat gegen ihn erhobene Vorwürfe der Geldwäsche zurückgewiesen. Der Verdacht sei "unbegründet", schrieb Jermak nach einer Anhörung vor Gericht am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Als Jurist habe er sich "stets vom Gesetz leiten lassen", erklärte er. "Und jetzt werde ich in gleicher Weise meine Rechte, meinen Namen und meinen Ruf verteidigen", fügte Jermak hinzu.
Das Nationale Antikorruptionsbüro (Nabu) hatte am Montag mitgeteilt, es habe eine "organisierte Gruppe" enttarnt, die umgerechnet 8,9 Millionen Euro "über ein Luxusbauprojekt in der Nähe von Kiew gewaschen" habe. Bei einem der Verdächtigen handele es sich um einen "ehemaligen Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine". Jermak war von 2020 bis 2025 als Leiter des Präsidialamts der wichtigste Berater von Staatschef Wolodymyr Selenskyj.
Jermak war Ende November zurückgetreten, nachdem das Antikorruptionsbüro einen massiven Korruptionsskandal im Energiesektor aufgedeckt hatte, in den mehrere Politiker verwickelt waren. Korruption ist seit langer Zeit ein Problem in der Ukraine. Ihre Bekämpfung wird als wichtige Voraussetzung für einen Beitritt des Landes zur Europäischen Union angesehen.
B.Schellnegger--SbgTB