Razzia bei mutmaßlicher Geldwäschebande in Berlin und Brandenburg - Festnahmen
Vier Mitglieder einer mutmaßlichen Geldwäschebande sind bei einer Razzia in Berlin und Brandenburg festgenommen worden. Dabei handelt es sich um zwei Männer im Alter von 31 Jahren, einen weiteren Mann im Alter von 43 Jahren und eine 32-jährige Frau, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag gemeinsam in Berlin mitteilten. Sie wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt und kamen in Untersuchungshaft.
Die Beschuldigten sollen über ein weitverzweigtes Firmen- und Kontengeflecht erhebliche Geldbeträge eingenommen haben. Dabei setzten sie den Ermittlern zufolge portugiesische Strohmänner und falsche Personalien ein. Sie sollen zahlreiche Gesellschaften gegründet oder übernommen sowie Bankkonten eröffnet haben. Ermittelt wird unter anderem wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung und der Geldwäsche.
Insgesamt wurden am Mittwoch 16 Wohn- und Geschäftsräume in Berlin und Brandenburg durchsucht. Dabei wurden neben einer scharfen Schusswaffe auch zahlreiche teils gefälschte Ausweisdokumente, Bankkarten, Dokumente und elektronische Geräte beschlagnahmt.
Hinzu kamen mehr als 300.000 Euro Bargeld, Goldbarren im Wert von 639.000 Euro, ein Diamant mit sechs Karat im Wert von bis zu 110.000 Euro, mehrere hochwertige Uhren, Goldschmuck sowie ein Luxusauto. Außerdem wurden 189 Bankkonten gesperrt. Insgesamt wurden auf diese Weise laut Ermittlern rund zwei Millionen Euro gesichert.
I.Maier--SbgTB